Manche Beatmungsschlauchsysteme haben zwei Schenkel. Die eingeatmete Luft läuft dann durch den einen Schlauch zur Person, die ausgeatmete durch den anderen zurück zum Gerät. Beide Schläuche treffen kurz vor dem Anschluss an die Person zusammen. Dieses Verbindungsteil ist das Y-Stück, benannt nach seiner Form.
Wo es im System sitzt
Das Y-Stück ist der patientennahe Endpunkt des Schlauchsystems. An seinen gemeinsamen Anschluss werden je nach Versorgung ein Beatmungsfilter, ein flexibles Zwischenstück und schließlich die Trachealkanüle oder die Maske angeschlossen. Die Verbindungen sind genormte Steckverbindungen, damit die Bauteile verschiedener Systeme zusammenpassen.
Manche Ausführungen haben einen zusätzlichen verschließbaren Zugang. Über ihn lässt sich absaugen oder es lassen sich Messleitungen anschließen, ohne das System vollständig zu öffnen. Ob ein solcher Zugang vorhanden ist und wie er genutzt wird, richtet sich nach dem eingesetzten System und der Anordnung.
Worauf im Alltag geachtet wird
Das Y-Stück ist die Stelle, an der Zug auf die Trachealkanüle wirkt. Deshalb wird das Schlauchsystem so geführt und abgestützt, dass sein Gewicht nicht an der Kanüle hängt. Vor jedem Positionswechsel wird geprüft, ob die Schläuche genug Spiel haben und ob sie nirgends eingeklemmt sind.
Eine gelöste Verbindung am Y-Stück ist eine häufige Ursache für einen Diskonnektionsalarm. Bei jedem Alarm wird zuerst die Person angesehen, dann das System vom Anschluss bis zum Gerät nachverfolgt. Kondenswasser wird nach Vorgabe entfernt, und die Schläuche werden so gelagert, dass Flüssigkeit vom Anschluss weg abläuft.
Wechselintervalle, Reinigung und Aufbereitung richten sich nach den Angaben des Herstellers und dem Hygieneplan der Versorgung. Sie werden dokumentiert. Alle Handgriffe am Beatmungssystem gehören zu den Aufgaben qualifizierter Pflegefachkräfte, die in das eingesetzte Gerät eingewiesen sind.


