Ein Beatmungsfilter, fachlich Wärme- und Feuchtigkeitstauscher oder kurz HME genannt, wird auf die Trachealkanüle aufgesetzt. Im Alltag hat sich dafür der Ausdruck künstliche Nase eingebürgert.
Wozu dient der Filter?
Beim Atmen über ein Tracheostoma umgeht die Luft Nase und Rachen. Damit entfallen die natürliche Erwärmung, Anfeuchtung und Filterung. Der Beatmungsfilter gleicht das aus: Er speichert beim Ausatmen Wärme und Feuchtigkeit und gibt sie beim Einatmen wieder ab. Zusätzlich hält er Partikel zurück.
Umgang im Alltag
Beatmungsfilter sind Einmalprodukte und werden regelmäßig gewechselt, ebenso bei sichtbarer Verschmutzung oder Durchfeuchtung. Ein durchfeuchteter Filter erhöht den Atemwiderstand. Pflegefachkräfte prüfen den Zustand des Filters daher bei jeder Versorgungsrunde.
Bei durchgehender maschineller Beatmung wird häufig statt eines Filters eine aktive Anfeuchtung eingesetzt. Was im Einzelfall verwendet wird, legt das behandelnde ärztliche Team fest.


