Sekretmanagement bündelt alle Maßnahmen, die dabei unterstützen, Sekret in den Atemwegen zu verflüssigen, zu lösen und nach außen zu befördern. Es ist kein einzelner Handgriff, sondern ein abgestimmtes Vorgehen über den Tag.
Bausteine des Sekretmanagements
Zum Sekretmanagement gehören unter anderem eine ausreichende Anfeuchtung der Atemluft, Lagerungswechsel, atemunterstützende Techniken sowie das Absaugen. Ergänzend können ärztlich verordnete Inhalationen oder Geräte zur Hustenunterstützung zum Einsatz kommen. Welche Bausteine kombiniert werden, richtet sich nach der ärztlichen Anordnung und der individuellen Situation.
Die Rolle der Anfeuchtung
Wer über ein Tracheostoma atmet, verliert die natürliche Anfeuchtung der Atemluft durch die Nase. Trockene Luft lässt Sekret zäher werden und erschwert den Abtransport. Deshalb kommen Beatmungsfilter oder aktive Anfeuchtungssysteme zum Einsatz.
Pflegefachkräfte beobachten fortlaufend Menge, Farbe und Konsistenz des Sekrets. Veränderungen werden dokumentiert und ärztlich abgeklärt, weil sie ein Hinweis auf eine veränderte Situation der Atemwege sein können.


