Beim Absaugen wird Sekret mit einem dünnen Katheter und einem Absauggerät aus den Atemwegen entfernt. Notwendig wird das, wenn Sekret nicht mehr eigenständig abgehustet werden kann und die Atmung behindert.
Wann wird abgesaugt?
Abgesaugt wird nach Bedarf, nicht nach festem Zeitplan. Hinweise darauf sind hörbare Rasselgeräusche, sichtbare Anstrengung beim Atmen, ein Abfall der Sauerstoffsättigung oder Alarme des Beatmungsgeräts. Pflegefachkräfte beurteilen diese Zeichen und entscheiden, ob abgesaugt wird.
Wie läuft es ab?
Abgesaugt wird über die Trachealkanüle, seltener über Mund oder Nase. Der Vorgang dauert nur wenige Sekunden und wird so kurz wie möglich gehalten, weil währenddessen weniger Luft in die Lunge gelangt. Gearbeitet wird unter hygienischen Bedingungen, um Keime nicht in die tiefen Atemwege zu bringen.
Das Absaugen zählt zur Behandlungspflege und wird auf ärztliche Verordnung durch examinierte Pflegefachkräfte durchgeführt. Weil der Bedarf jederzeit auftreten kann, ist bei außerklinischer Intensivpflege rund um die Uhr eine Fachkraft vor Ort.


