Die Tracheostomapflege fasst alle pflegerischen Maßnahmen zusammen, die rund um den Zugang zur Luftröhre anfallen. Sie zählt zur Behandlungspflege und wird auf ärztliche Verordnung von examinierten Pflegefachkräften durchgeführt.
Was gehört dazu?
Zur Tracheostomapflege gehören die Reinigung der Haut um die Öffnung, der Wechsel der Kompresse unter der Kanüle, die Kontrolle des Kanülensitzes und die Reinigung oder der Wechsel der Innenkanüle. Hinzu kommen das Absaugen von Sekret nach Bedarf und die Kontrolle des Cuff-Drucks, sofern eine geblockte Kanüle verwendet wird.
Worauf geachtet wird
Ein wesentlicher Teil der Tracheostomapflege ist die Beobachtung. Pflegefachkräfte achten auf Rötungen, Schwellungen oder Wundsein an der Haut, auf Veränderungen bei Menge, Farbe und Konsistenz des Sekrets sowie auf Atemgeräusche, die auf eine Verlegung hindeuten können. Auffälligkeiten werden dokumentiert und ärztlich abgeklärt.
Weil sich der Zustand kurzfristig ändern kann, ist bei außerklinischer Intensivpflege durchgehend eine Pflegefachkraft anwesend. Sie kann sofort absaugen, den Verband wechseln oder ärztliche Hilfe hinzuziehen.


