Beim Absaugen kommen zwei sehr unterschiedliche Instrumente zum Einsatz: weiche, biegsame Katheter für die tieferen Atemwege und starre Ansätze für den Mundraum. Der bekannteste starre Ansatz ist der Yankauer-Sauger. Er wird auf den Absaugschlauch gesteckt und ist für den sichtbaren Bereich der Mundhöhle gedacht.
Aufbau
Der Sauger ist ein gebogenes Rohr aus durchsichtigem Kunststoff. Die Spitze ist abgerundet und trägt seitliche Öffnungen, damit sich die Schleimhaut nicht ansaugen kann. Am hinteren Ende sitzt bei vielen Ausführungen eine Öffnung, die mit dem Finger verschlossen wird. So lässt sich der Sog gezielt ein- und ausschalten, ohne das Gerät zu bedienen.
Wofür er verwendet wird
Typisch ist das Entfernen von Speichel, der sich bei einer Schluckstörung im Mund und in den Wangentaschen sammelt. Ebenso wird er nach der Mundpflege eingesetzt, um Flüssigkeit sicher zu entfernen. Die starre Form erlaubt es, gezielt an eine Stelle zu gelangen, die man sieht.
Genau darin liegt auch die Grenze: Der Yankauer-Sauger wird nur so weit eingeführt, wie der Bereich einsehbar ist. Für das Absaugen über eine Trachealkanüle oder tief im Rachen ist er nicht vorgesehen. Dafür werden weiche Katheter verwendet, deren Handhabung eigenen Regeln folgt.
Worauf geachtet wird
Der harte Kunststoff kann die Schleimhaut verletzen und einen Würgereiz auslösen. Deshalb wird ohne Druck gearbeitet, der Sog erst an der Zielstelle aktiviert und der Vorgang kurz gehalten. Die Person wird vorher informiert, auch wenn sie sich nicht äußern kann. Beobachtet werden Menge und Beschaffenheit des Sekrets sowie Blutspuren, die dokumentiert und weitergegeben werden.
Der Sauger wird patientenbezogen verwendet. Nach jedem Gebrauch wird er nach den Vorgaben des Hygieneplans durchgespült und trocken sowie geschützt abgelegt, nicht offen auf dem Nachttisch. Die Wechselintervalle richten sich nach den Herstellerangaben und der Festlegung im Hygieneplan der Versorgung.


