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Aspiration

Auch: Verschlucken in die Atemwege, stille Aspiration

Aspiration

Aspiration – Von Aspiration spricht man, wenn Speichel, Nahrung, Flüssigkeit oder Mageninhalt in die Luftröhre und die tieferen Atemwege gelangt statt in die Speiseröhre.

Beim Schlucken verschließt der Kehldeckel für einen Moment den Eingang zur Luftröhre, damit nichts in die Atemwege gerät. Funktioniert dieses Zusammenspiel nicht mehr zuverlässig, gelangen Speichel, Nahrungsreste oder Flüssigkeit in die Luftröhre. Das nennt man Aspiration.

Warum das in der Intensivpflege wichtig ist

Bei vielen Menschen mit neurologischen Erkrankungen, nach einem Schlaganfall oder nach längerer Beatmung ist der Schluckvorgang gestört. Fachlich spricht man dann von einer Dysphagie. Gerät regelmäßig Material in die Atemwege, kann das die Lunge belasten. Deshalb gehören die Beobachtung des Schluckens, die Lagerung bei den Mahlzeiten und das Absaugen von Sekret zu den täglichen Aufgaben in der außerklinischen Intensivpflege.

Anzeichen, auf die geachtet wird

Typisch sind Husten oder ein Räuspern während oder kurz nach dem Essen, eine belegt klingende Stimme, feuchte Atemgeräusche oder ein langes Verweilen von Nahrung im Mund. Auch wiederholtes Fieber ohne erkennbare Ursache kann ein Hinweis sein. Beobachtungen dieser Art werden dokumentiert und an das behandelnde ärztliche Team weitergegeben, das über die weitere Abklärung entscheidet.

Was zur Vorbeugung gehört

Die Maßnahmen richten sich nach der ärztlichen und logopädischen Einschätzung. Dazu zählen eine aufrechte Position beim Essen und eine Weile danach, eine angepasste Konsistenz von Speisen und Getränken, ein ruhiges Umfeld ohne Zeitdruck sowie eine gründliche Mundpflege. Bei liegender Trachealkanüle kommt die Kontrolle des Cuffdrucks hinzu.

Reicht die Aufnahme über den Mund dauerhaft nicht aus, kann eine Ernährung über eine Sonde in Betracht kommen. Diese Entscheidung trifft das behandelnde ärztliche Team gemeinsam mit der betroffenen Person oder ihrer Vertretung.

Häufige Fragen

Was bedeutet stille Aspiration?

Von einer stillen Aspiration spricht man, wenn der Hustenreflex ausbleibt und das Verschlucken deshalb nicht bemerkt wird. Sie ist besonders schwer zu erkennen und wird häufig erst über andere Anzeichen auffällig. Die Abklärung erfolgt ärztlich, meist gemeinsam mit der Logopädie.

Schützt eine Trachealkanüle mit Cuff vollständig?

Nein. Ein geblockter Cuff verringert das Risiko, schließt eine Aspiration aber nicht aus. Sekret kann sich oberhalb des Cuffs sammeln. Deshalb gehören regelmäßige Kontrolle und fachgerechtes Absaugen zur Versorgung.

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