Enterale Ernährung bedeutet, dass Nahrung über eine Sonde in den Magen-Darm-Trakt gelangt. Der Verdauungsweg bleibt dabei erhalten, nur der Weg über Mund und Speiseröhre wird umgangen. Verwendet wird industriell hergestellte Sondennahrung mit einer definierten Zusammensetzung.
Wie wird verabreicht?
Die Nahrung kann als Dauerapplikation über eine Ernährungspumpe laufen, in mehreren Portionen über den Tag verteilt gegeben oder als Bolus mit einer Spritze verabreicht werden. Welches Verfahren gewählt wird und in welcher Menge, legt das behandelnde ärztliche Team fest, oft in Abstimmung mit einer Ernährungsberatung.
Worauf Pflegefachkräfte achten
Beobachtet werden die Verträglichkeit, die Ausscheidung, das Gewicht und die Flüssigkeitsbilanz. Die Oberkörperhochlagerung während und nach der Gabe soll dem Rückfluss von Mageninhalt entgegenwirken. Vor und nach jeder Gabe wird die Sonde gespült, Medikamente werden getrennt verabreicht, damit die Sonde nicht verstopft.


