Die Haut ist die äußere Schutzschicht des Körpers. Ein dünner Film aus Fett und Feuchtigkeit hält sie geschmeidig und wehrt Reize ab. Fehlt dieser Film, wird die Haut rau, schuppt und spannt. Der Fachbegriff dafür lautet Xerose, in der Diagnostik auch Xerosis cutis.
Ursachen im Pflegealltag
Mit zunehmendem Alter nimmt die Talg- und Feuchtigkeitsproduktion ab. Dazu kommen Umstände, die in der häuslichen Versorgung häufig vorliegen. Dazu zählen häufiges Waschen mit stark entfettenden Substanzen, zu warmes Wasser und kräftiges Abrubbeln. Auch trockene Heizungsluft, eine geringe Trinkmenge nach ärztlicher Vorgabe und bestimmte Medikamente wirken mit. Auch das Tragen von Inkontinenzmaterial verändert das Hautklima.
Woran das Pflegeteam sie erkennt
Typisch sind feine Schuppung, ein rauer Griff, ein mattes Erscheinungsbild und feine Risse, besonders an Unterschenkeln, Unterarmen und Händen. Häufig kommt Juckreiz hinzu, erkennbar an Kratzspuren. Der Hautzustand wird bei der Körperpflege systematisch angesehen und dokumentiert, weil er sich schleichend verändert.
Was in der Hautpflege beachtet wird
Gewaschen wird mit lauwarmem Wasser und möglichst kurz. Waschsubstanzen kommen sparsam und gezielt an den Stellen zum Einsatz, an denen sie nötig sind. Abgetrocknet wird durch vorsichtiges Tupfen statt durch Reiben, besonders in den Hautfalten. Anschließend wird die Haut mit den vereinbarten Mitteln versorgt, in Richtung des Haarwuchses und ohne kräftiges Einmassieren an gefährdeten Stellen.
Weitere Punkte betreffen das Umfeld: weiche, atmungsaktive Kleidung ohne scheuernde Nähte, glatt gezogene Unterlagen und ein Blick auf die Raumluft. Bei Menschen, die die Position nicht selbst wechseln, geht die Hautbeobachtung nahtlos in die Einschätzung des Dekubitusrisikos über.
Zeigen sich Rötungen, Nässen, offene Stellen oder eine deutliche Verschlechterung, wird das behandelnde ärztliche Team informiert. Die Behandlung erkrankter Haut ist ärztliche Aufgabe. Pflegerische Hautpflege ersetzt sie nicht.


