Dekubitusprophylaxe umfasst alle pflegerischen Maßnahmen, die dem Entstehen von Druckgeschwüren entgegenwirken sollen. Betroffen sind vor allem Menschen, die sich nicht oder kaum selbst bewegen können.
Wie ein Dekubitus entsteht
Anhaltender Druck auf eine Hautstelle drückt die kleinen Blutgefäße zusammen. Das Gewebe wird schlechter durchblutet und kann geschädigt werden. Besonders gefährdet sind Körperstellen, an denen Knochen dicht unter der Haut liegen: Steißbein, Fersen, Hüften, Schulterblätter und Ohren.
Welche Maßnahmen dazugehören
Im Mittelpunkt steht die Druckentlastung durch regelmäßige Positionswechsel, deren Abstände sich nach der individuellen Situation richten. Hinzu kommen druckverteilende Hilfsmittel wie Spezialmatratzen oder Kissen, eine sorgfältige Hautbeobachtung bei jeder Pflegerunde, Hautpflege sowie die Beachtung von Ernährung und Flüssigkeitszufuhr.
Pflegefachkräfte schätzen das individuelle Risiko strukturiert ein und dokumentieren Hautveränderungen. Zeigt sich eine gerötete Stelle, die auf Fingerdruck nicht abblasst, wird dies ärztlich abgeklärt.


