Wachkoma bezeichnet einen Zustand nach schwerer Hirnschädigung. Fachlich spricht man vom apallischen Syndrom oder vom Syndrom reaktionsloser Wachheit. Betroffene öffnen die Augen und zeigen einen Schlaf-Wach-Rhythmus, reagieren aber nicht erkennbar gezielt auf ihre Umgebung.
Was die Versorgung ausmacht
Die pflegerische Versorgung umfasst in der Regel die vollständige Übernahme der Körperpflege, die Ernährung über eine Sonde, die Sicherung der Atemwege sowie Maßnahmen zur Vorbeugung von Druckgeschwüren und Gelenkversteifungen. Häufig besteht ein Tracheostoma, sodass Absaugen und Kanülenversorgung hinzukommen.
Haltung in der Pflege
Weil sich nicht sicher beurteilen lässt, was wahrgenommen wird, gilt in der Pflege der Grundsatz, immer anzusprechen und anzukündigen, was geschieht. Vertraute Stimmen, gewohnte Musik und ein verlässlicher Tagesablauf sind fester Bestandteil der Begleitung. Angehörige werden dabei ausdrücklich einbezogen.
Ob die Versorgung in der eigenen Wohnung oder in einer Intensivpflege-Wohngemeinschaft stattfindet, hängt von der räumlichen Situation und den Wünschen der Familie ab.


