Weaning ist der englische Fachbegriff für die Entwöhnung vom Beatmungsgerät. Gemeint ist ein schrittweiser Prozess, bei dem die maschinelle Unterstützung nach und nach zurückgenommen wird, während die eigene Atmung wieder mehr übernimmt.
Wie läuft das ab?
Der Ablauf wird ärztlich festgelegt und individuell angepasst. Typisch sind zunächst kurze Phasen ohne maschinelle Unterstützung, die schrittweise verlängert werden. Beobachtet werden dabei unter anderem Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und Belastbarkeit. Pflegefachkräfte dokumentieren diese Werte und melden Veränderungen zurück.
Wo findet Weaning statt?
Ein strukturiertes Weaning findet in der Regel in spezialisierten Kliniken oder Weaning-Zentren statt. In der außerklinischen Versorgung geht es eher darum, den erreichten Stand zu halten, Belastbarkeit aufzubauen und regelmäßig zu prüfen, ob ein weiterer Entwöhnungsversuch sinnvoll erscheint.
Diese Prüfung ist gesetzlich verankert: Bei außerklinischer Intensivpflege ist einmal im Jahr eine Potenzialerhebung durchzuführen. Dabei wird ärztlich beurteilt, ob eine Entwöhnung von der Beatmung oder eine Dekanülierung möglich erscheint.


