ABEDL steht für Aktivitäten, Beziehungen und existenzielle Erfahrungen des Lebens. Das Modell geht auf die Pflegewissenschaftlerin Monika Krohwinkel zurück und wird in Deutschland vielfach als Grundlage für Pflegeplanung und Dokumentation genutzt.
Der Grundgedanke
Das Modell betrachtet den Menschen nicht über einzelne Diagnosen, sondern über die Bereiche seines Lebens: kommunizieren, sich bewegen, essen und trinken, ruhen und schlafen, sich pflegen, für Sicherheit sorgen, soziale Bereiche des Lebens sichern und mit existenziellen Erfahrungen umgehen.
Was das praktisch bedeutet
Für jeden dieser Bereiche wird erfasst, was eine Person selbst kann, wobei sie Unterstützung braucht und was ihr wichtig ist. Daraus entsteht die Pflegeplanung. Der Blick geht damit über die rein körperliche Versorgung hinaus und schließt Biografie, Gewohnheiten und Beziehungen ein.
Gerade in der Intensivpflege ist das relevant: Auch wenn viele Handgriffe technisch geprägt sind, bleibt die Frage, wie jemand seinen Tag verbringen möchte und was ihm vertraut ist.

