Begriffe wie Tracheostoma und PEG-Sonde begegnen Angehörigen oft zum ersten Mal im Krankenhaus – verbunden mit vielen Fragen und Unsicherheit. Dabei sind beide Hilfsmittel heute fester Bestandteil einer sicheren Intensivpflege. In diesem Beitrag erklären wir verständlich, was sich dahinter verbirgt und wie die Versorgung im Pflegealltag – etwa in einer Intensivpflege-WG – abläuft.
Was ist ein Tracheostoma?
Ein Tracheostoma ist ein operativ angelegter, künstlicher Zugang zur Luftröhre über einen kleinen Schnitt am Hals. Durch eine eingesetzte Trachealkanüle kann der Mensch atmen oder beatmet werden. Ein Tracheostoma wird nötig, wenn die Atmung über Mund und Nase dauerhaft nicht ausreicht – etwa bei langfristiger Beatmung oder neuromuskulären Erkrankungen.
Wie wird ein Tracheostoma versorgt?
Die Versorgung erfordert Fachwissen und große Sorgfalt. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören:
- Absaugen von Sekret, damit die Atemwege frei bleiben.
- Reinigung und Pflege der Haut rund um das Stoma, um Entzündungen vorzubeugen.
- Regelmäßiger Kanülenwechsel nach hygienischen Vorgaben.
- Anfeuchten der Atemluft, da die natürliche Befeuchtung durch die Nase entfällt.
Diese Maßnahmen übernehmen ausschließlich examinierte Pflegefachkräfte mit entsprechender Zusatzqualifikation.
Was ist eine PEG-Sonde?
PEG steht für „perkutane endoskopische Gastrostomie“. Vereinfacht gesagt: eine dünne Ernährungssonde, die durch die Bauchdecke direkt in den Magen führt. Sie kommt zum Einsatz, wenn ein Mensch über den Mund nicht ausreichend essen und trinken kann – etwa nach einem Schlaganfall, bei Schluckstörungen oder fortgeschrittenen neurologischen Erkrankungen.
Wie wird eine PEG-Sonde versorgt?
Die Versorgung umfasst die Gabe von spezieller Sondennahrung und Flüssigkeit, das regelmäßige Spülen der Sonde, die Pflege der Eintrittsstelle sowie die Kontrolle auf Hautreizungen. Auch hier gilt: Sorgfalt und Hygiene stehen an erster Stelle, um Komplikationen zu vermeiden.
Lebensqualität trotz Hilfsmittel
Tracheostoma und PEG-Sonde wirken auf den ersten Blick beunruhigend – tatsächlich ermöglichen sie vielen Menschen erst ein stabiles, würdevolles Leben außerhalb der Klinik. Mit der richtigen Versorgung können Betroffene am sozialen Leben teilnehmen und ihren Alltag aktiv mitgestalten. In unseren Wohngemeinschaften sorgt ein erfahrenes Team rund um die Uhr für diese fachgerechte Versorgung.
Haben Sie Fragen zur Versorgung?
Wir nehmen uns Zeit, Ihnen alle Schritte in Ruhe zu erklären – verständlich und ohne Fachchinesisch. Sprechen Sie uns an unter 0201 874 287 28. Mehr zu unseren Leistungen finden Sie unter häusliche Intensivpflege.







