ALS steht für Amyotrophe Lateralsklerose. Es handelt sich um eine fortschreitende Erkrankung des Nervensystems, bei der die Nervenzellen zugrunde gehen, die die willkürliche Muskulatur steuern. Die Muskeln erhalten dadurch keine Signale mehr und bauen ab.
Was das für den Alltag bedeutet
Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich. Betroffen sein können die Muskeln der Arme und Beine, der Sprech- und Schluckmuskulatur sowie die Atemmuskulatur. Wahrnehmung und Denkvermögen bleiben häufig weitgehend erhalten, was für die Kommunikation entscheidend ist.
Bezug zur Intensivpflege
Ist die Atemmuskulatur betroffen, kann eine Beatmungsunterstützung ärztlich verordnet werden, zunächst häufig nicht-invasiv über eine Maske, im weiteren Verlauf gegebenenfalls invasiv über ein Tracheostoma. Bei einer Schluckstörung kann zusätzlich eine Ernährungssonde erwogen werden.
Diese Entscheidungen werden im Vorfeld besprochen und in einer Patientenverfügung festgehalten. In der Pflege hat der geäußerte Wille Vorrang. Ein zentrales Thema bleibt die Kommunikation, etwa über Buchstabentafeln oder augengesteuerte Geräte.


